Delegiertenversammlung André Arenz wird geschäftsführender Vorstand der IG Metall in Frankfurt

Seit 2015 ist er das Gesicht der Gewerkschaft im Kreis Olpe, jetzt wird er nach Frankfurt am Main berufen: André Arenz, 1. Bevollmächtigter der IG Metall und Vorsitzender des DGB-Kreisverbands wird geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall auf Bundesebene.

Eine Collage der Markenzeichen, Gebäude und Veranstaltungssymbole im Kreis Olpe


"Eine Auszeichnung für die gesamte Geschäftsstelle"

Seit 2015 ist er das Gesicht der Gewerkschaft im Kreis Olpe, jetzt wird er nach Frankfurt am Main berufen: André Arenz, 1. Bevollmächtigter der IG Metall und Vorsitzender des DGB-Kreisverbands wird geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall auf Bundesebene. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge hat er sich auf der zweiten Delegiertenversammlung des Jahres in der Schützenhalle in Rhode jetzt von den Gewerkschafter*innen verabschiedet.

 „Ich gehe nicht, weil ich muss – ich habe mich immer wohlgefühlt in Olpe“, hob André Arenz zu Beginn der Delegiertenversammlung hervor. Da in Frankfurt aufgrund des Ausscheidens von Dr. Hans-Jürgen Urban ein Vorstandsmandat frei werde, sei es an NRW als größter Bezirk der Gewerkschaft gewesen, den vakanten Posten neu zu besetzen. Christiane Benner, Erste Vorsitzende der IG Metall, habe schließlich ihn gefragt, ob er sich den Wechsel auf die Bundesebene vorstellen könne, erinnerte sich Arenz. „So etwas wird man nicht so oft gefragt im Leben und ich bin bereit, diese Verantwortung zu übernehmen!“

Die Nachfolge als 1. Bevollmächtigter der IG Metall im Kreis Olpe wird zunächst kommissarisch von Thomas Schröder übernommen, der die Olper Geschäftsstelle seit diesem Jahr hauptamtlich unterstützt. Natürlich sei auch Dirk Rullich im Gespräch gewesen, das Dienstälteste Mitglied der Geschäftsstelle nach André Arenz. Dem erfahrenen Gewerkschafter sei es jedoch aus familiären Gründen nicht möglich, die Leitung der Olper Gewerkschaft zu übernehmen. 

„Dass André nun nach Frankfurt wechselt, ist eine Auszeichnung für die gesamte Geschäftsstelle“, hob Dirk Rullich hervor. „Thomas Schröder und ich kennen uns seit 20 Jahren. Die Zusammenarbeit mit ihm funktioniert, das läuft gut – ich bin froh, dass er uns zur Verfügung steht“, fügte er hinzu. 

„Ich fühle mich in Olpe sehr wohl, es ist ein tolles Team. Die Geschäftsstelle liegt mir jetzt schon sehr am Herzen“, ergänzte Thomas Schröder. Der ausgebildete Gewerkschaftssekretär aus Erlinghausen bei Marsberg hat fast 28 Jahre als Werkzeugmacher gearbeitet und ist daher bestens mit der Basis vertraut. Im Laufe seiner beruflichen Karriere war er in zwei Betrieben Betriebsratsvorsitzender; der Öffentlichkeit ist er zudem als ehemaliger Bürgermeister Marsbergs bekannt. „Wir müssen nun gemeinsam schauen, ob es jemanden aus euren Reihen gibt, den man parallel zu meiner kommissarischen Arbeit sukzessive aufbauen kann - jemanden, der eine Zukunftsperspektive hat“, so Schröder.

Mit einer langen Standing Ovation bedankten sich die Delegierten schließlich bei André Arenz für seinen langjährigen Einsatz für die Gewerkschaft in Olpe. „Am Applaus merkst du, dass dir die Kolleginnen und Kollegen den Karriereschritt gönnen, dass sie aber natürlich auch traurig sind“, brachte es der neue kommissarische Bevollmächtigte auf den Punkt.

„André, wir wünschen dir nur das Beste – und dass alles, was du dir wünschst, in Erfüllung geht. Dass dich der Wechsel emotional so anfasst, zeigt, dass du zu dem stehst, was du sagst “, ergänzte die Zweite Bevollmächtigte Annette Benfer. 

„Ich freue mich auf die neue Verantwortung – aber ich bleibe natürlich Olper!“, so André Arenz, der es sich auch als scheidender Bevollmächtigter nicht nehmen ließ, noch auf eine wichtige Veranstaltung im Kalender der IG Metall hinzuweisen: Am 7. Juli 2026 machen sich die Gewerkschafter in Siegen bei einer Demo am Siegufer für den Erhalt des Sozialstaates stark. „Wir haben gute Gründe, Menschen für die IG Metall zu gewinnen. Wir können was bewegen, wenn wir uns bewegen!“, so sein Appell.

Die Kundgebung am 7.7. war nur eine von vielen, welche diesen Sommer von den Gewerkschaften ausgerichtet werden. Die aktuelle Beschneidung des Sozialstaats erlaubt es uns nicht im Sommer Pause zu machen, wir müssen aufmerksam und laut bleiben. Darum laden wir alle herzlich ein auch weiterhin bei eurer lokalen Gewerkschaft nachzufragen und an Aktionstagen für unseren Sozialstaat teilzunehmen.