Aufruf zum 29.10.2021
Auf zum Aktionstag!

Gemeinsam mit euch wollen wir die Stimme hunderttausender Arbeitnehmer*innen auf die Straße bringen. Laut, sichtbar, bundesweit. Denn wir erwarten von der kommenden Regierung mehr als leere Wahlversprechen. Wir erwarten, dass sie den Transformationsprozess unserer Arbeitswelt tatkräftig unterstützt.


Eine nachhaltige Industriepolitik erfordert einen aktiven Staat der sich seiner Verantwortung bewusst ist und den Umbauprozess nicht den sogenannten freien Marktkräften überlässt. Wir erwarten, dass die neue Bundesregierung diesen Prozess tatkräftig unterstützt und mit finanziellen Mitteln flankiert. Denn der industrielle Sektor ist eine der wichtigsten Säulen unseres Sozialstaates.

Der Umbauprozess kann nur mit den Beschäftigten zusammen gelingen, ein herausfordernder und komplexer Umbau erfordert mehr Mitbestimmung. Die Politik hat dafür die notwendigen rechtlichen Bedingungen auszubauen. Das Betriebsrätemodernisierungsgesetz reicht nicht aus. Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wollen ihre Erfahrungen und Kompetenzen in die aktuelle Debatte über die Zukunft der Produktions- und Wirtschaftsweise einbringen. Und die Politik muss ihre Handlungsspielräume gegenüber der Wirtschaft zurückerobern, damit eine sozial und ökologisch orientierte Industriegesellschaft gestaltet werden kann.

An ihrer Veränderungsbereitschaft wird die IG Metall die zukünftige Bundesregierung messen.
 

Fairwandel: Sozial, ökologisch, demokratisch

Fairwandel ist mehr als nur ein Schlagwort: Die Transformation muss aktiv gestaltet werden, damit niemand unter die Räder kommt. Wir nehmen die Verantwortlichen in die Pflicht: Von der kommenden Bundesregierung verlangen wir ein klares Bekenntnis zum Industriestandort Deutschland mit guten und sicheren Jobs, bezahlbarer Mobilität und erschwinglicher Energie für alle!

Wir nehmen die Arbeitgeber in die Pflicht: Sie müssen investieren, Beschäftigte qualifizieren und belastbare Zukunftsstrategien entwickeln.
Deutschland muss Industrieland bleiben. Wir können sie entwerfen, entwickeln und bauen, die innovativen und nachhaltigen Produkte der Zukunft. Wenn man uns lässt!

Deshalb wollen wir mitentscheiden, wohin die Reise geht. Und deshalb mischen wir uns ein. Es geht um unsere Zukunft und die Zukunft künftiger Generationen.

Dafür waren wir am 29.06.2019 in Berlin, dafür machen wir uns auch jetzt wieder stark! Gemeinsam mit Dir.

Daran knüpfen wir am 29. Oktober an und machen einmal mehr klar: Der Wandel zu einer umweltverträglichen Industrie muss fair und gerecht sein. Unternehmen dürfen die Transformation nicht nutzen, um Produktion oder Entwicklung zu verlagern oder Arbeitsbedingungen zu verschlechtern. Und die Kosten dafür dürfen nicht den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern aufgebürdet werden.

Das fordern wir:

  • Sichere Brücken in die Arbeitswelt von Morgen - keine Entlassungen in der Transformation!
  • Zukunftsfähige Arbeits- und Ausbildungsplätze - an unseren Standorten, in unseren Regionen. Klimaschutz geht nur mit guter Arbeit.
  • 500 Milliarden Euro öffentliche Zukunftsinvestitionen bis 2030.
  • Eine solidarische Finanzierung. Lasten und Kosten gerecht verteilen. Krisengewinner zur Kasse bitten!

Das fordern wir von der Politik - und dafür brauchen wir jeden Einzelnen! Nur mit echter Mitbestimmung und der Einbeziehung von Belegschaften, Betriebsräten und Gewerkschaften ist zu verhindern, dass Produktion und Innovationsfähigkeit verloren gehen. 

In Lüdenscheid am 29.Oktober 2021
Jetzt Anmelden und dabei sein!

Am 29. Oktober tragen wir alle gemeinsam unsere Forderungen auf die Straße. Dabei sind wir nicht alleine! Bundesweit werden Metallerinnen und Metaller deutlich machen, was wir von der Politik und den Arbeitgebern erwarten. 

Die Geschäftsstellen organisieren Busse für die gemeinsame Fahrt zum nächsten Veranstaltungsort. Bitte meldet Euch über Eure IG Metall-Betriebsräte oder direkt bei Eurer Geschäftsstelle an.

fairwandel.igmolpe.de