Internationaler Tag der Menschen mit Behinderung
„Teilhabe darf nicht an einer Behinderung scheitern“

Der 3. Dezember ist der Internationale Tag der Menschen mit Behinderung. Als IG Metall setzten wir uns an jedem Tag des Jahres für Kolleginnen und Kollegen mit einer Behinderung ein: Alle Menschen müssen die gleichen Rechte haben – egal ob mit oder ohne Behinderung.

22. November 202122. 11. 2021 |
Aktualisiert am 3. Dezember 20213. 12. 2021


Die Arbeitswelt steckt in einem tiefgreifenden Wandel, komplette Branchen stehen vor dem Umbruch. Angesichts eines tiefgreifenden Mobilitätswechsels, fortschreitender Digitalisierung und vor allem der Klimakrise ist schnelles, entschlossenes Handeln notwendig.

Notwendig ist allerdings auch, dass Menschen mit Behinderung bei der Transformation nicht unter die Räder kommen. Die Belange von Beschäftigten mit einem Handicap müssen auch und gerade in Zeiten des Wandels gehört, gewichtet, berücksichtigt werden. Wir als IG Metall machen uns daher stark für eine moderne Gesellschaft, in der Teilhabe nicht an einer Behinderung scheitert: Wir setzen uns ein für eine inklusive Transformation.


Barrierefreie Arbeitswelt schaffen

Der Aktions- und Gedenktag wurde von den Vereinten Nationen 1993 ins Leben gerufen. Der 3. Dezember hat die Aufgabe, international auf die Situation von Menschen mit Behinderung aufmerksam zu machen. Es soll aber nicht nur die Sensibilisierung für diese Themen geschärft werden: Es geht darum, in allen Bereichen des Lebens, in denen Menschen mit Behinderung ausgegrenzt werden, laut einzufordern, dass damit Schluss sein muss.

„Für die IG Metall ist klar: Gute Arbeit für alle bedeutet auch, dass wir uns für eine barrierefreie Arbeitswelt einsetzen“, sagt Hans-Jürgen Urban, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall. Es dürfe nicht sein, dass in einem so reichen und ökonomisch starken Land Menschen aufgrund einer Behinderung nicht am Arbeitsleben teilnehmen könnten. „Wir brauchen eine inklusive Arbeitswelt, in der umfassende Teilhabe am gesellschaftlichen Leben allen Menschen offensteht“. Barrierefreie Arbeitsgestaltung müsse in allen Betrieben konsequent umgesetzt, die Rechtssicherheit von Beschäftigten mit Behinderung weiter gestärkt werden. „Gelingende Inklusion ist der Gradmesser einer gelingenden Transformation.“


Es kann jeden treffen

Gute Inklusionsarbeit wird dabei immer wichtiger. Laut Berechnungen des statistischen Bundesamts leben allein in Deutschland rund zehn Millionen behinderte Menschen, Tendenz steigend. Zugleich, auch das zeigt die Statistik klar, kommen nur die wenigsten Menschen mit einer Behinderung zur Welt. Für die allermeisten gilt: Sie erleiden im Laufe ihres Lebens durch einen Unfall oder schwere Krankheit eine Behinderung - und das oftmals irreversibel.

Grund genug also, auch weiterhin Barrieren abzubauen. Das tun wir als IG Metall, dafür steht unser Slogan „Inklusion = Würde, Respekt, Menschenrecht“. Wir tun das nicht nur am Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung. Wir tun das, weil es nötig ist, an 365 Tagen im Jahr: Noch immer arbeiten Menschen mit Behinderungen häufiger weit unterhalb ihres Qualifikationsniveaus. Sie erhalten im Vergleich weniger Entgelt. Sie sind mehr und länger von Arbeitslosigkeit betroffen.

Das aber darf nicht sein: Behinderte Menschen haben einen Anspruch auf selbstbestimmte, gleichberechtigte Teilhabe an der Lebens- und Arbeitswelt. Für schwerbehinderte Beschäftigte muss die Arbeitsstätte behinderungsgerecht eingerichtet und mit notwendigen technischen Arbeitshilfen ausgestattet sein. Und letztlich ist es ganz egal, ob in der Arbeitswelt, im gesellschaftlichen Leben oder der Politik: Alle Menschen müssen die gleichen Rechte haben – egal ob mit oder ohne Behinderung.

Gleichstellung und Integration - Inklusion
Mitglied werden
Werde Teil einer starken Gemeinschaft

Von Rechtsschutz in arbeits- und sozialrechtlichen Angelegenheiten bis zu gerechten Löhnen und Gehältern – wir kümmern uns persönlich und zuverlässig um unsere Mitglieder.

Online beitreten